naturbauerngarten_logo_hdr naturbauerngarten
Naturbauerngarten Übersicht Blog Frühblüher Kürbis und Zucchini Bildergarten Stichworte Service
Suche Garten Kategorien Bauerngärten Heilpflanzen & Kräuter Pflanzenporträts Gartenschönheiten Gartenkalender

Bauerngarten Blog

Ein Langzeitprojekt mit Erfahrungssammlung Schritt für Schritt

Kräutergarten

Bauerngärten einst und heute

Vom historischen Bauerngarten zum Naturbauerngarten

Der Bauerngarten wird wiederentdeckt. Natürlichkeit und Ursprünglichkeit kehren in die Gärten zurück. Spätestens seit Bioprodukte in Supermärkten salonfähig wurden und das Bewußtsein der Verbraucher hinsichtlich einer biologischen Ernährung gestärkt werden konnte, sind Bauerngärten in ihrer ursprünglichen Form nicht nur vermehrt Ausflugsziele, sondern auch Inspiration ambitionierter Hobbygärtner.

Seiner Natur nach ist der Bauerngarten gleichzeitig Nutz- und Ziergarten. Der Gemüsegarten hinter dem Haus sichert die Versorgung mit frischem, biologisch und ökologisch wertvollem Gemüse, beschert vitaminreiches Obst, ist Balsam für die Seele mit seinen Stauden, die in herrlichsten Farben einen Ort der Ruhe und Geborgenheit schaffen können. Die Vielseitigkeit der Bauerngärten läßt aber auch die Ausrichtung auf einen Kräutergarten zu, der zum einen die zubereiteten Speisen in der Küche aufwerten kann, zum anderen auf natürliche Weise seinen heilenden Charakter in Form von Heiltees, Tinkturen und Salben unter Beweis stellt.

Die Vielfalt der Pflanzen könnte in einem Bauerngarten nicht größer sein. Dem stellt der historische Bauerngarten eine klare Struktur entgegen. Symmetrie und klare Formen, in die sich die einzelnen Beete fügen, entstehen durch gerade Wege, die sich mehrfach kreuzen und so zahlreiche Segmente schaffen, in denen für die unterschiedlichen Bedürfnisse, Gemüse, Kräuter, Stauden separat eine Einheit bilden.

Häufig wurden die einzelnen Segmente, die die Beete beinhalteten mit Lavendelpflanzen umgrenzt. Buchsbaum als Beeteinfassung ist ebenso zu finden. Die Umgrenzung der Beete, insbesondere durch Lavendel, erfüllte nicht nur den Zweck die Beetform zu manifestieren und saisonübergreifend für Strukturiertheit zu sorgen, die Umrandung durch Lavendel war ebenso ein zusätzlicher Schutz gegen Schnecken, die den Lavendel meiden.

Die Reichhaltigkeit des Bauerngartens, im kleinen wie im großen, sorgt aber auch noch auf andere Art und Weise für Nachhaltigkeit. Der Mix aus duftenden Kräutern, Stauden, die an Blütenreichtum überquellen, sind ein Hort für zahlreiche Insekten. Am meisten freut sich das fleißige Bienenvolk über den schier unermeßlichen Nektarreichtum. Bauerngärten, egal ob streng historisch konzipiert oder als moderner Naturbauerngarten angelegt, decken somit in zweiter Instanz unseren Tisch jetzt und im nächsten Jahr.

Mit der Wiederentdeckung alten Wissens, gesammelt durch jahrhunderte alte Tradition, sind Bauerngärten auch Oasen alter Pflanzenarten. Fast vergessene Gemüsearten, wie Pastinaken, Melde oder Mangold kehren zurück auf den Speiseplan. Freilichtmuseen, die häufig einen Gemüse- und Kräutergarten beherbergen, nutzen die Struktur alter Bauerngärten, um auf die Heilwirkung, die ein Heilkräutergarten bieten kann, aufmerksam zu machen. Altes Wissen wird anschaulich dargestellt, im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar gemacht. Der Einstieg in das "geheime" Wissen, um die Nützlichkeit der Kräuter, erreichen die Gärten durch Strukturierung der Heilpflanzen gemäß ihrer Verwendbarkeit. Oft sind so Zellen angelegt, in denen Kräuter zusammengefaßt sind, die die Verdauung fördern, der Entwässerung dienen, den Kreislauf unterstützen, die Nerven beruhigen, bei Verletzungen für erste Hilfe sorgen oder gegen Hautkrankheiten wirken, Erkältungen schneller abschwächen oder sogar vorbeugen.

Zum Naturbauerngarten Blog.

Impressum | Kontakt